

Handlung
Dieser Film besteht aus sechs animierten Kurzfilmen, die von der Menschenrechtskommission Koreas produziert wurden. Wie der vorherige Film konzentrieren sich diese Geschichten darauf, die Welt durch die Augen von Individuen zu sehen, die von gesellschaftlichen Normen abweichen. Er wurde 2008 bei den Asia Pacific Screen Awards für den besten animierten Spielfilm nominiert. 1. „The Third Wish“ (AN Dong-hui, RYU Jeong-wu). Eine gute Fee erscheint vor einer sehbehinderten jungen Frau und gewährt ihr drei Wünsche. Dies ist jedoch kein typisches Märchen. Die gereizte, mittelalte Fee möchte ihre Aufgabe so schnell wie möglich erledigen, doch sie erweist sich als hilfreich, indem sie die Frau durch einen belebten Markt führt – in einer Sequenz, die an „Amelie“ erinnert. Die Erfahrung ist nicht einfach, da hektische Stadtbewohner wenig Rücksicht auf die Protagonistin nehmen. Dennoch überwindet sie jedes Hindernis. Mit ihrem Blindenstock tippt sie die Absätze ihrer glänzenden neuen Schuhe zusammen und folgt der „gelben Ziegelstraße“ (taktile Bodenindikatoren für Sehbehinderte) durch die Stadt. 2. „Ajukari“ (HONG Deok-pyo) ist ein Straßen-Cartoon. Er zeigt auf komödiantische Weise, wie ein gewisser Macho-„Komplex“ Männer lähmen kann. Die männliche Beschneidung wird zum ultimativen Maßstab des „Mannseins“, und diejenigen, die den Eingriff nicht hinter sich haben, leben in ständiger Angst, öffentliche Bäder aufzusuchen. 3. „Baby“ (LEE Hong-su, LEE Hong-min) schildert die Schwierigkeiten einer Karrierefrau bei der Entscheidung für ein Kind. „Ich sage nicht, dass du keinen Mutterschaftsurlaub nehmen kannst, aber kannst du es dir leisten, ein Kind großzuziehen, während du arbeitest?“, fragt ihr Chef. Diese clevere Geschichte behandelt alles von der Beziehung zwischen Mutter und Schwiegertochter bis hin zu einer Parodie auf „Tazza: The High Rollers“ und humorvollen Episoden, in denen ein „Krankenwagen-Bus“ auf dem Weg mehrere Patienten aufnimmt. 4. „Shine Shine Shining“ (KWON Mi-jeong) ist wie ein warmes, aquarelliertes Bilderbuch für Kinder gezeichnet. Die Grundschülerin Eun-jin ist klug und beliebt, aber sie hat ein Geheimnis. Sie versteckt ihr lockiges Haar, das sie von ihrer philippinischen Mutter geerbt hat, in Zöpfen. 5. „Merry Golasmas“ ist eine entzückende Claymation, also Stop-Motion-Animation mit Modellen aus Ton und Plastilin. Sie thematisiert körperliche Diskriminierung und Stereotype. Bei einem offenen Vorsprechen für einen Weihnachtsmann verlieren die echten Weihnachtsmänner – ein schwarzer Weihnachtsmann, ein asiatischer Weihnachtsmann, eine weibliche Weihnachtsmann und ein Weihnachtsmann im Rollstuhl – gegen einen falschen Weihnachtsmann, einen beleibten kaukasischen Mann. 6. „Lies“ erforscht Homosexualität. Gezeichnet in pastellartigen Skizzen mit Art-déco-artigen Details, ist diese digitale Cut-Out-Animation atemberaubend. Ein homosexueller Mann wird von seinen Eltern gezwungen, eine Frau zu heiraten, während andere unter Druck gesetzt werden, eine Freundin vorzutäuschen oder sich einer „Therapie“ zu unterziehen, um heterosexuell zu werden.