Hoshika
Tetsuko no Tabi

Tetsuko no Tabi

鉄子の旅

6.30
TV
13 eps
24min
SUMMER 2007
11,100

Handlung

Dies ist ein Seinen-Manga von Kikuchi Naoe und Yokomi Hirohiko, der ursprünglich in IKKI serialisiert wurde. Die Prämisse dreht sich um eine weibliche Mangaka, die von ihrem Boss angewiesen wird, ihn und einen Reiseschriftsteller auf mehreren Zugreisen durch Japan zu begleiten, mit dem Ziel, einen Manga basierend auf diesen Erlebnissen zu erstellen. Der Clou ist jedoch, dass dieses Werk vollständig nicht-fiktional ist – die Schöpferin unternahm tatsächlich all diese Reisen, und der Manga dokumentiert einfach die Ereignisse so, wie sie geschahen, ohne jegliche Ausschmückung. Ein kleiner Haftungsausschluss am Anfang besagt: „Dies ist keine Fiktion, also entschuldige ich mich für den Mangel an Dramatik“, und tatsächlich dreht sich der Inhalt meist darum, mit Zügen von einem Ort zum anderen zu fahren, auf Bahnsteigen zu warten und so weiter. Der Reiseschriftsteller entpuppt sich als extremer Zug-Otaku mit enzyklopädischem Wissen über das Schienennetz, aber er mikroverwaltet auch jede Reise und plant jeden Moment auf die Sekunde genau. Sein Hauptanliegen ist es, den Fahrplan einzuhalten und seine vorgegebenen Ziele zu erreichen – zum Beispiel jede Station einer Linie in einer bewusst seltsamen Reihenfolge zu besuchen, um den seltenen Fahrplan zu berücksichtigen. Die Mangaka hingegen hat kein Interesse an Zügen; sie ist zynisch, sarkastisch und etwas faul, und freut sich hauptsächlich auf das nächste Eki-Ben. Er ist voller Begeisterung, solange der Fahrplan eingehalten wird, und ihre unvermeidlichen Zusammenstöße sind ziemlich amüsant. Trotzdem wirkt das Erlebnis authentisch – jeder, der in Japan mit dem Zug gereist ist, wird nicht nur die Landschaft, sondern auch die Atmosphäre und das allgemeine Gefühl wiedererkennen. Die Künstlerin macht einen ausgezeichneten Job mit dem Tempo und nimmt kleine Anpassungen vor, um einen gleichbleibenden Unterhaltungswert zu gewährleisten. Eine zusätzliche Ebene der Rekursion ergibt sich dadurch, dass einige Figuren, die im Manga auftauchen – natürlich echte Menschen, die tatsächlich aufgetaucht sind – dies tun, weil sie frühere Episoden des Mangas gelesen haben. Darüber hinaus können die Leserinnen und Leser verschiedene obskure und faszinierende japanische Zugstrecken und Bahnhöfe kennenlernen, von denen einige wirklich optisch ansprechend sind. Doch es gibt eine anhaltende surreale Qualität – die Reisen werden alle von dem Zug-Otaku orchestriert (der das Ziel hat, alle 9.843 Bahnhöfe Japans zu besuchen), und er behandelt alles als Punkte auf einer Checkliste und nicht als Erlebnisse, die man genießen sollte. Man erhält auch Einblicke in die Zug-Otaku-Kultur; obwohl die Geschichte nur dieses eine Individuum zeigt, bleibt diese Kultur ein ständiger Hintergrundfaktor.

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